WVD-Tag 2019

Darmstadt, 13. Oktober 2019. Zum zweiten Mal veranstaltete der WVD den WVD-Tag, bei dem sich fast alle Teams für die neue Saison vorstellen konnten. Bei besten Bedingungen im Trainingsbad herrschte durchweg gute Stimmung. Das mit Spannung erwartete Freundschaftsspiel der Ersten Herrenmannschaft des WVD gegen den WSV Ludwigshafen ging zwar mit 16:19 verloren, zeigte aber ansprechenden Wasserball auf Zweitliganiveau.

Unter der Leitung des einzigen hessischen Erstligaschiedsrichters Daniel Waas ging es dabei auch um das Erlernen der neuen Regeln, die ab sofort gelten. Die neuen Regeln machen das Spiel schneller und attraktiver und sie sollen Verletzungen vorbeugen. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie mit der neuen Regelauslegung weitgehend überfordert waren. Somit rückte auch das Spiel zeitweilig in den Hintergrund. Bei beiden Mannschaften konnte man ungläubige Blicke erkennen. Was gestern noch erlaubt war, wird heute mit Strafen belegt. Trainer Thomas Gebhardt stellt fest: „Ludwigshafen war ein toller Gegner. Festzuhalten ist, dass Darmstadt schwimmerisch mithalten konnte, der Gegner aber ausgebuffter agierte.“ Alles in allem wurde den 100 Zuschauern ein schönes Wasserballspiel auf einem vernünftigen Niveau geboten. Trainer Gebhardt will nun die gewonnenen Erkenntnisse in das taktische Konzept mit einbauen. Die neuen Regeln kommen einer schwimmerisch starken Mannschaft wie Darmstadt entgegen. Er warnt aber mit Blick auf die neue Saison vor allzu großen Hoffnungen. Während der WVD zwei Abgänge aus der Stammformation verkraften muss, haben alle anderen Mannschaften zum Teil durch Zusammenlegungen mehrerer Vereine, nochmals aufgerüstet. Das junge Darmstädter Team wird weiter dazulernen müssen.

Außerdem spielten eine gemischte U10 / U12 Formation gegen Rüsselsheim. Das weitgehend ausgeglichene Spiel konnten die Darmstädter Kids aufgrund der besseren Chancenverwertung gewinnen. Jugendtrainer Patrick Schöpper sah seine Schützlinge engagiert zu Werke gehen.

Am frühen Nachmittag traf die Darmstädter U14 mixed dann auf ein gemischtes Team aus Rüsselsheim und Friedberg und zeigte sich in sehr guter Verfassung. Der hohe Sieg mit über 20 Toren ging auf die deutlich größere Erfahrung auf Darmstädter Seite zurück. Jugendtrainer Robin Gossner tat mit klaren und fordernden Anweisungen das Seine, um das Team zum Erfolg zu führen. Er möchte gerne mit der U14 Hessenmeister werden und eine gute süddeutsche Runde spielen.

Danach trat wieder ein gemischtes Team aus Rüsselsheim und Frankfurt im Alter U16/U18 gegen den WVD an. Auch hier erwies sich die Heimmannschaft als überlegen. Jugendtrainer Lars Hechler probierte viele Formationen aus und gab allen gleichmäßig Spielpraxis. Insbesondere die Mädchen der Darmstädter U16 imponierten mit couragiertem Spiel und kauften den körperlich überlegenen Jungs des Gegners oft den Schneid ab.

Zum Abschluss trat ein erweitertes Mädchenteam gegen eine verstärkte U14 an. Die beiden altersmäßig recht gemischten Teams lieferten sich einen spannenden Schlagabtausch, bei dem die Jungs am Ende die Nase vorn hatten.

Das Ziel des WVD-Tages, möglichst vielen Teams Gelegenheit zu geben, sich vor einem größeren heimischen Publikum zu zeigen, wurde erreicht. Die gut bestückte Kuchen- und Salattheke wurde von der Ersten Herrenmannschaft organisiert. Durch den Tag moderierte DJ MBU fachkundig und immer unterhaltsam.

gez. Dr. Martin Diehl

Wasserball-Verein Darmstadt 1970, Vorsitzender

Gebhardt neuer Trainer

Nach einigen Wochen Kennenlernen mit Probetraining hat der Wasserball-Verein Darmstadt Thomas Gebhardt aus Frankenthal als neuen Trainer für das Herrenteam des Zweitligisten verpflichtet. Angestrebt wird eine längere Zusammenarbeit, in der Thomas Gebhardt das noch junge Team entwickelt und systematisch Nachwuchsspieler an das Niveau der Ersten Mannschaft heranführt. Das Ziel in der laufenden Saison ist der Klassenerhalt. In den bisherigen drei Spielen konnte das im Sommer aufgestiegene Team gegen die starken Mannschaften aus Würzburg, Ludwigsburg und Cannstatt noch nicht punkten. Thomas Gebhardt sieht den Klassenerhalt als große Herausforderung und will vor allem Wasserballtechnik und -taktik trainieren lassen. Gebhardt sagte: „Die Mannschaft ist athletisch super, wasserballtechnisch ist noch Luft nach oben.“

Foto: Diehl

Thomas Gebhardt hat als Wasserballtrainer die B-Lizenz und wird im kommenden Jahr seine A-Lizenz erwerben. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Wasserball und kennt insbesondere die Zweite Wasserballliga Süd besonders gut. Etliche Jahre hat er den WSV Ludwigshafen trainiert, von der Oberliga in die Zweite Liga geführt und dort etabliert. Später trainierte er die Wasserball-Spielgemeinschaft Leimen/Mannheim und stieg sogar in die Erste Liga auf. Nach einer Pause will es Gebhardt nun noch einmal wissen mit einem neuen und erfolgshungrigen Team.

Vor dem Vertragsschluss hatte Gebhardt über einige Wochen schon mit dem Team gearbeitet und mit den Verantwortlichen des Vereins Gespräche geführt. Der Sportliche Leiter des Wasserball-Vereins Darmstadt, Lars Theiss, sagte: „Thomas passt sehr gut zu uns. Wir freuen uns sehr, ihn als Trainer gewonnen zu haben.“ Auch das Team steht hinter der Verpflichtung. Kapitän Benjamin Siegl erwartet mit der Verpflichtung des neuen Trainers eine deutlich positive Entwicklung der Leistungskurve.

Damit endet eine Interimsphase, in der das Team mit Spielertrainern arbeitete. In den vergangenen anderthalb Jahren leiteten Lars Hechler, Markus Rieken und Benjamin Siegl die Trainingseinheiten. Alle drei unterstützen die Trainerverpflichtung und werden weiter als Führungsspieler helfen, die Mannschaft zu formen. Der Vereinsvorsitzende, Martin Diehl, erklärte: „Der Vorstand dankt den Spielertrainern, die die Verantwortung zuletzt übernommen haben, für eine hervorragende und engagierte Arbeit. Wir wollen mit ihnen und zusätzlich mit der Erfahrung von Thomas Gebhardt nun die nächste Leistungsstufe erklimmen.“

Dr. Martin Diehl

Dr.Martin Diehl neuer Präsident in Darmstadt

Die Mitgliederversammlung des Wasserball-Vereins Darmstadt wählte am Dienstag Dr. Martin Diehl zum neuen 1. Vorsitzenden des WVD.

Foto: privat

Er löst damit Jens Sommerkorn nach 16-jähriger Amtszeit ab. In einer spannenden Abstimmung kurz vor Mitter­nacht setzte sich Diehl gegen den bisherigen Amtsinhaber durch.

Martin Diehl war in den letzten vier Jahren ebenfalls im Vorstand, zuständig für die Pressearbeit, und hat sich intensiv in die Jugendarbeit des Vereines eingebracht. In seiner Vorstellung for­derte er unter anderem, die Jugendarbeit als die wichtigste Investition für die Zukunft des Vereines zu stärken. Er regte an, mehr Kooperationen mit anderen Vereinen einzugehen und mehr Veranstaltungen mit Außenwirkung nach Darmstadt zu holen, z.B. sportlich anspruchs­volle Turniere. Nach seiner Wahl erklärte er, dass die Leistung seines Vorgängers, der über Jahrzehnte für den Verein aktiv war und 16 Jahre lang als Vorsitzender wirkte, unzweifelhaft etwas Besonderes sei. Jens Sommerkorn habe sich damit die bleibende Anerkennung und den Dank des Vereins verdient. Eine entsprechende Würdigung werde in angemessenem Rahmen erfolgen. Die Mitglieder applaudierten nach diesen Worten für den scheidenden Vorsitzenden.

In der von rund einem Viertel der Mitglieder (rund 40 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder) besuchten Versammlung wurde besonders der Erfolg der Jugendarbeit betont. Derzeit spielen 70 Kinder und Jugendliche in sechs Teams des WVD. Und es ist sowohl im Damenteam als auch im Herrenteam gelungen, leistungsstarke Jugendliche zu integrieren. Zudem gab es eine intensive, aber konstruktiv geführte Debatte über die Ausrichtung des Vereines. Die Mitglieder­versammlung sprach sich mit großer Mehrheit für eine Professionalisierung der Trainingsarbeit aus. Damit verbindet sich auch die Notwendigkeit, mehr Finanzmittel für die Arbeit des Vereines bereitzustellen. Neben Eigenbeiträgen der Ersten Mannschaft und einem höheren Mitgliederbeitrag soll auch verstärkt nach weiteren Finanzquellen (Unterstützer, Sponsoren) gesucht werden. Der Verein, dessen erste Herrenmannschaft nach einem Jahr Oberliga Hessen nun wieder in der Zweiten Bundesliga-Süd spielt, setzt damit auf eine leistungssportliche Ausrichtung des Spit­zenteams. Starke Nachwuchskräfte sollen mit dieser Perspektive in den eigenen Reihen gehal­ten werden. Die Unterstützung für diese Ausrichtung kam aus allen Teilen des Vereines na­mentlich auch aus den Reihen der Eltern und des Damenteams, die nur indirekt von einem Herrentrainer profitieren.

Der neugewählte Vorstand umfasst mehr Mitglieder als jemals zuvor, weil sich viele bereiter­klärten, an der Neuausrichtung mitzuwirken:

2. Vorsitzender:          Dr. Uwe Schneider (wie bisher)

Kassenwart:               Dr. Niels-Frithjof Henckel (wie bisher)

Sportlicher Leiter:       Lars Theiss (Position vorher nicht besetzt)

Jugendwart:               Markus Rieken – löst Steffen Krebs ab

Zeugwart:                   Hans-Jürgen Hechler (wie bisher)

Mitgliederverwalter:    Martin Müller – löst Udo Schneider ab

Beisitzer:                     Volker Andrae, Torsten Bergmann, Isabel Andrae, Fabienne Andrae, Bianca Maiberger, Holger Kahnt (alle neu, Positionen bisher nicht besetzt).

Der Vorsitzende bedankte sich bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Jens Sommer­korn, Udo Schneider und Steffen Krebs und sprach den Wunsch nach einer kooperativen Zu­sammenarbeit des neuen Vorstandes aus.