Landeswasserballwart I
Neuer Chef in Hessen: Jens Sommerkorn
Der bisherige Landeswasserballwart Manfred Vater (Offenbach) ist am Verbandstag des Hessischen Schwimmverbandes (9. Mai in Wiesbaden) nicht mehr angetreten. Der 89jährige wurde nach 58 Jahren mit 'Standing Ovation' aus diesem Amt verabschiedet.
Zum Nachfolger wurde einstimmig Jens Sommerkorn (Darmstadt) gewählt. Er vertritt nunmehr die Interessen des hessischen Wasserballs nicht nur im Präsidium, sondern auch nach außen hin.

Manfred Vater Jens Sommerkorn
Wer wird Nachfolger von Manfred Vater?
Der derzeitige Landeswasserballwart Manfred Vater (Offenbach) hat angekündigt, am Verbandstag des Hessischen Schwimmverbandes (9. Mai in Wiesbaden) nicht wieder für dieses Amt zu kandidieren. 57 Jahre hat er das Amt bereits inne, jetzt hört der 89jährige auf. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Hinter den Kulissen wird zwar der ein oder andere Name gehandelt, doch noch bleibt es spannend.

Landesehrenbrief für Manfred Vater



Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke (Offenbach) würdigte Manfred Vater als eine der herausragendsten Persönlichkeiten des Wasserballsports in Deutschland. Eine Anerkennung, die auch der Hessische Schwimmverband bestätigt. Vater war aktiver Wasserballspieler beim EOSC Offenbach, wo er bis heute Mitglied ist und mit dem er 1969 deutscher Vizemeister sowie 1972 deutscher Pokalsieger wurde. Seit 1968, also 57 Jahre lang, ist er Wasserballwart des Hessischen Schwimm-Verbands. Über Jahrzehnte hinweg hat Manfred Vater den Wasserball auf deutscher und internationaler Ebene verantwortungsvoll im Ehrenamt präsentiert.
So führte er die deutsche Wasserballnationalmannschaft als Manager bei drei Olympischen Spielen: 1988 in Seoul, 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta. Zudem wurde er 2016 als Kampfrichter für die Olympischen Spiele in Rio berufen. Seine Expertise stellte Vater auch von 1976 bis 2004 im Wasserball-Fachausschuss des DSV sowie von 1994 bis 2012 als Secretary im Technical Committee Waterpolo der LEN (heute European Aquatics) unter Beweis. Viele Jahrzehnte vertrat er zudem den DSV-Wasserball in der Deutschen Sporthilfe.
„Für seinen herausragenden ehrenamtlichen Einsatz wurde er 2017 zum Ehrenmitglied des European Aquatics ernannt, und der Wasserball-Pokal des Süddeutschen Schwimm-Verbands trägt heute seinen Namen, den ‚Manfred-Vater-Pokal‘“, hob der OB hervor.
Funktionärsriege im Süddeutschen Wasserball
Hessen vorne
Der Wasserballwart des Süddeutschen Schwimmverbands Rüdiger Trommer (Coburg) hat seinen Fachausschuss umbesetzt und dabei hessiche Funktionäre nicht übersehen. Notwendig wurde dies wegen einer Vakanz an der Position des Schiedsrichterobmanns. Diesen Posten hatte Reiner Spiegel (Stuttgart) seit November letzten Jahres kommissarisch inne. Ab sofort wird der hessische Schiedsrichter-Obmann Daniel Waas (Friedberg) auch diese Position übernehmen. Zudem erhielt er den Auftrag eine Schiedsrichterkommission neu zu strukturieren und personell zu besetzen. Waas war bislang Rundenleiter der 2. Liga Süd Männer. Diese wird ab der kommenden Saison zur 3. Liga (Wasserballliga Süd) herabgestuft. Die Rundenleitung übernimmt bis auf weiteres Wasserballwart Trommer. Rundenleiter bei den Frauen wird Felix Kleiner (Darmstadt). Dritter Hesse im Fachausschuss wird Norbert Baßmann (Offenbach), der zum Disziplinarberechtigten für alle Runden im Süddeutschen Schwimmverband ernannt wurde.
Den Ausschuss kompletieren noch Lukas Mathieu (Friedrichsthal) als Rundenleiter für den SSV-Pokal und Erik Stadelmann (Nürnberg) als Rundenleiter für die Jugendspiele.



Waas, Baßmann, Kleiner (v.l.)
Günter Pohl hängt die Pfeife an den Nagel
Nachdem Günter Pohl (Wetzlar) im Jahr 2021 sein Amt als Schiedsrichter-Obmann abgegeben hatte, wurden auch seine Schiedsrichter-Einsätze immer weniger, so dass er sich dann auch im Sommer 2024 dazu entschloss, seinen Abschied als Schiedsrichter einzureichen. Mit damals 68 Jahren hat er am 2. Juli vergangenen Jahres in Wiesbaden sein letztes Spiel geleitet, genau an dem Ort, wo er dann ein Jahr später offiziell verabschiedet wurde. Im Rahmen der Finalspiele um den Hessischen Wasserball-Pokal wurde er mit 'warmen Worten' und einem kleinen kulinarischen Andenken vom Rundenleiter Norbert Baßmann (Offenbach) im Beisein von Wasserballwart Manfred Vater (Offenbach) in den Ruhestand verabschiedet.

Die meisten der anwesenden Spieler waren noch gar nicht auf der Welt, als Pohl seine Schiedsrichterkarriere begann. Nahezu fünf Jahrzehnte war er dann am Beckenrand aktiv und durfte dabei viele Veränderungen im Wasserballsport miterleben. Während es anfangs noch ein sehr statisches Spiel war, entwickelte es sich immer mehr durch die verschiedensten Regeländerungen und -anpassungen zu einer äußerst schnellen, komplexen und teilweise komplizierten Sportart. Anfangs war er in den unteren Ligen aktiv (Oberliga, Verbandsliga und Jugendklassen), später dann auch 25 Jahre lang in der 2. Liga. Einer der Höhepunkte war unter anderem im Jahr 2000 die Teilnahme an den Weltmeisterschaften der Senioren in München, bei welchen er unter anderem auch ein Finalspiel leiten durfte.
Alter und neuer Wasserballwart
Manfred Vater wiedergewählt
Im Rahmen des 63. Ordentlichen Verbandstages des Hessischen Schwimmverbands wurde Manfred Vater (Offenbach) am 25. Mai in Immenhausen erneut für weitere zwei Jahre zum Landeswasserballwart gewählt. Mit seinen 86 Jahren bleibt er dann auch das dienstälteste Mitglied im Präsidium. Immerhin hat er sein Amt bereits seit 1968 inne, ganze 56 Jahre(!). Weiterhin Glückauf.








