Nachlese Süddeutscher Pokal Frauen

Sieg für Darmstadt

Als einzige Mannschaft aus Hessen reisten die Wasserball Damen aus Darmstadt an. Das gut besetzte Team vom WV Darmstadt mit Unterstützung aus Fulda traf im Halbfinale auf eine neu gebildete Auswahl-Mannschaft aus Karlsruhe und Freiburg.

Dieses Halbfinal Spiel konnte das hessische Auswahlteam sehr souverän gestalten. Schnell war klar, dass die Darmstädterinnen hoch konzentriert und treffsicher in das Spiel starten konnten. Basierend auf einer konsequenten, dynamisch agierenden Abwehr stand es zur Halbzeit bereits 10:3. Diese Führung konnte dann bis zum Spielende zu einem Kantersieg von 22:3 ausgebaut werden.

Pokalsieger 2026 - von Links: Trainer Jürgen Andrae, Ann-Katrin Schmidt, Liefke Baijens, Pia Freier, Laura Treichel, Levke Ellerbeck, Lea Korn, Benthe Baijens, Ariana Najebi, Jonna Küppers, Lilly Schommartz, Melissa Pfütze, Siboney Lang, Luca Jestädt, Melek Cavlak

Das bedeutete den Einzug in das Finale am Sonntag gegen die Auswahl Stuttgart, die ebenfalls ihr Spiel am Vortag sehr deutlich gewannen. Ziel war, wie schon am Vortag im Halbfinale, die bekannt starken Centerspielerinnen durch Zonendeckung auszuschalten. Außerdem musste die in den vorausgegangenen Spielen bereits sehr überzeugende Rückraumschützin der Stuttgarterinnen, Bundesliga Spielerin Felina Ramesohl aus dem Spiel genommen werden. Letzteres gelang überraschend schnell. Ramesohl musste bereits nach 5 Minuten beim Stand von 7: 4 für die Darmstädter Frauen das Wasser endgültig mit drei persönlichen Fouls verlassen. Diese deutliche Schwächung konnten die Stuttgarterinnen nicht mehr kompensieren und mussten bereits zur Halbzeit beim Stande von 14: 6 für Darmstadt die deutliche Überlegenheit der Darmstädterinnen anerkennen. So konnte wie schon im Halbfinale die komplette Darmstädter Spielerbank zum Einsatz kommen, ohne hierbei eine spürbare Dominanzeinbuße hinnehmen zu müssen. Mit einem 7:1 wurde auch die zweite Hälfte des Final-Spiels zum 21:7 Endergebnis und damit zum Pokalsieg herausgespielt. Dies war der seit vielen Jahren ersehnte Süddeutsche Pokalsieg für die Darmstädterinnen.

Basis des Sieges war wiederum eine sehr stabile, sichere Abwehr vor den beiden starken Torfrauen Lilly Schommartz und Melissa Pfütze rund um die Centerverteidigerinnen Levke Ellerbeck und die erstmalig spielberechtigte 15-jährige Jugendspielerin Laura Treichel. Stärkste Darmstädter Torschützinnen waren in beiden Spielen die treffsicheren Darmstädter Aufbau-Spielerinnen Melek Cavlak mit 14 Toren, sowie Luca Jestädt mit 11 Toren,  sowie Centerspielerin Pia Freier mit 7 Toren. Bemerkenswert, die erstmalig spielberechtigte, schnelle 15-jährige Darmstädter Jugendspielerin Liefke Baijens konnte nicht nur in ihrem ersten Spiel für Damen des WV Darmstadt mehrfach den Ball beim Anschwimmen für ihr Team gewinnen, sondern sich auch mit vier schön herausgespielten Kontertoren in die Torschützenliste eintragen. Die sehr souverän agierende Darmstädter Centerverteidigerin Levke Ellerbeck, die den gegnerischen Centerspielerinnen keine Chance ließ, sowie die schnelle Flügelspielerin Lea Korn konnten jeweils drei Tore beisteuern. Auch Darmstadts Kapitänin, Flügelspielerin Siboney Lang, gelang in einem ihrer vielen schnellen Konterbeiträgen mit einem Schuss ins lange Eck ein eigenes sehenswertes Tor. Außerdem spielten im Feld Ann-Katrin Schmidt, Ariana Najebi, Benthe Baijens und Jonna Küppers, die viel für den Spielaufbau, sowie eine stabile Abwehr beitragen konnten.

Mit diesem Pokalsieg gelang nach der diesjährigen erzielten Süddeutschen Meisterschaft den Hessinnen jetzt sogar erstmalig das Süddeutsche Double.