Oberliga
Das schreibt der Gastgeber:
Die ersten beiden Heimspiele der ersten Herrenmannschaft des Wasserball-Verein Darmstadt 1970 fanden an einem Tag statt und führten zu einem Doppelsieg des WVD. Im ersten Spiel besiegte der WVD den Rüsselsheimer SC 1954 mit 26:11 (7:4, 7:2, 7:0, 5:5). Nach kurzer Pause ging es weiter mit einem Sieg über Friedberg III mit 16:9 (3:0, 4:2, 4:2, 5:5).
Im zweiten Spiel lieferten sich Darmstadt und Friedberg III eine insgesamt faire Partie. Nur neun persönliche Fehler (inclusive der Strafwürfe) sprechen für sich. Der Sieg des WVD war dabei nicht so deutlich, aber von Anfang zu erahnen. Schnell stand es 3:0, ehe Friedberg erst im zweiten Viertel zu eigenen Torerfolgen kam. Die Darmstädter hatten im Vergleich zum Rüsselsheim-Spiel drei Spieler ausgetauscht. Man merkte ihnen die Doppelbelastung aber nicht an. Auch hier spielte man die schwimmerische Überlegenheit aus, erzielte freilich auch schöne Centertore sowie Distanztreffer. Vier von fünf Überzahlspielen wurden nach schnellen Kombinationen erfolgreich mit einem Tor abgeschlossen. Die Friedberger kamen durchweg mehr aus der Distanz zu Treffern, weil die Darmstädter Centerverteidigung rund um Jonathan Ruetz souverän und fast ohne Fouls agierte. Schön wieder die Breite der Torschützen: Insgesamt neun Darmstädter erzielten mindestens einen Treffer. - Dr. Martin Diehl
So schreibt es der Gast:
Die Vorzeichen für die dritte Mannschaft des VfB Friedberg standen vor der Auswärtspartie beim WV Darmstadt 70 alles andere als günstig. Mit nur neun Spielern und ohne gelernten Torhüter reiste das Team ins Darmstädter Nordbad. Trotz einer engagierten Leistung und großem Kämpferherz mussten sich die Friedberger am Ende dem Tabellenführer der hessischen Oberliga der 1. Mannschaft aus Darmstadt mit 9:16 geschlagen geben.
Besonders schwer wog der Ausfall von Stammtorhüter Luka Stierle. Für ihn sprang kurzfristig Tim Trageser ein, der normalerweise als Feldspieler agiert, seine Sache zwischen den Pfosten aber beachtlich gut machte. Zudem fehlten dem VfB beide etatmäßigen Centerspieler, was das Angriffsspiel gegen die physisch starken Darmstädter deutlich erschwerte. Dennoch versteckte sich die Mannschaft von Trainer René Reimann – der seit dieser Saison neben der ersten und zweiten nun auch die dritte Garde coacht – keineswegs.
Spielerisch hielten die Gäste lange Zeit dagegen. Vor allem die Familie Duch zeigte sich in Torlaune und steuerte insgesamt fünf Treffer zum Gesamtergebnis bei: Youngster Mattis Duch traf dreimal, während Norbert Duch zweimal erfolgreich war. In die Torschützenliste trugen sich zudem Dimitri Khvorov (2), David Löbrich (1) und Finn Wiltschek (1) ein. Obwohl die Kraftreserven aufgrund der dünnen Personaldecke zum Ende hin schwanden, blieb die Moral der Truppe ungebrochen.
Trotz der Niederlage herrschte nach dem Abpfiff eine positive Grundstimmung. Man war sich einig, dass man den Darmstädtern unter diesen erschwerten Bedingungen einen echten Schlagabtausch geliefert hatte. „Ein geileres Spiel hätten wir heute kaum draus machen können“, resümierte das Team mit Stolz über die gezeigte Einsatzbereitschaft. - Tim Trageser








