WM der Masters
Mit dem Rückraumschützen Gerd Zimmer, sowie dem Centerverteidiger und Flügelspieler Jürgen Andrae kamen zwei schwimmstarke Master Spieler in das Auswahlteam Cannstatt. Eine Reihe weiterer erfahrener und schussstarker Spieler aus Nordrhein-Westfahlen komplettierten das 15-köpfige Aufgebot. Ausgetragen wurden die Spiele im Round Robin Format, in dem jeder gegen jeden antritt und am Ende die Rangliste nach Punkten und Toren entscheidet.
Neben dem deutschen Team, trat das starke US-amerikanische Teams aus Santa Barbara, Sieger der USA Waterpolo Master National-Meisterschaften und Weltmeister 2023 in Japan und ein zweites kalifornisches Team mit Blue Thunder, immerhin Dritter der vorletzten Weltmeisterschaft in Japan an. Zudem reiste reiste der australische Meister Perth als zweiter der vorletzten Weltmeisterschaft an. Das hochrangige Feld rundeten noch Rio als brasilianischer Meister und Vizeweltmeister 2024, sowie Calgary als kanadischer Meister und Los Pampas, der argentinische Meister ab Cannstatt bekam gleich im ersten Spiel mit Rio aus Brasilien einen harten Brocken als Auftakt Gegner. Das Spiel konnte mit einer disziplinierten Leistung nach anfänglichem Rückstand doch noch kurz vor Spielende zu einem knappen Sieg zum 7:6 gedreht werden. Dies war eine wunderbare Ausgangsposition, um in diesem Turnier voll durchzustarten und weit nach vorne zu kommen.
Die beiden folgenden vermeintlich schwächeren Gegner Calgary und Blue Thunder wurden nicht unterschätzt und konnten beide souverän mit deutlichen Siegen bezwungen werden.
Im weiteren Verlauf des Turniers traf das deutsche Team auf das australische Perth. Um sicher auf einen der drei ersten Plätze zu gelangen war unbedingt ein Sieg erforderlich. Das klappte allerdings aufgrund von recht viel Schusspech bei den Torabschlüssen nicht wirklich immer wieder half der Pfosten oder der Querbalken dem australischen Gegner – auch gab es einige unverständliche Entscheidungen der Schiedsrichter – Am Ende lag es aber primär auch am fehlenden Biss den Sieg unbedingt erreichen zu wollen. So musste jetzt im erwarteten schwierigen Spiel gegen die bis dahin verlustpunktfreien, starken US-Amerikaner aus Santa Barbara unbedingt gewonnen werden, um so noch eine Chance auf einen der ersten drei Plätze zu haben. Mit einer fulminanten Leistungssteigerung in Verbindung mit einer sehr disziplinierten mannschaftlichen Zonendeckung und einem für die Amerikaner überraschend und unerwarteten, schussstarken rechtem Flügel der Cannstätter gelang ein unerwartet dominanter 13 : 9 Sieg. Dieser Sieg war eine Genugtuung für das deutsche Team, da alle bisherigen Aufeinandertreffen der letzten 12 Jahre immer wieder knapp verloren wurden.
Damit konnte jetzt mit einem weiteren Sieg im letzten Spiel gegen die als schwächer eingestuften Argentinier der mögliche Weltmeistertitel abgesichert werden. Nachdem es bereits zur Halbzeit 9 : 2 stand war, gelang dies sehr souverän und endete umjubelt mit 14 : 4 für den neuen Weltmeister.
Das Turnier war in jeder Hinsicht wieder für alle teilnehmenden Mannschaften eine tolle Erfahrung in einer wirklich beeindruckenden Stadt Singapur. Viele alte Weggefährten im Wasserball trafen sich hier wieder und tauschten sich nicht nur auf sportlicher Ebene ausgiebig aus.








